Gefäßmalformationen – komplexe und seltene Erkrankungen.

Gefäßmalformationen (Hämangiome, venöse Malformationen, lymphatische Malformationen, AV-Malformationen) sind angeborenem, in sehr seltenen Fällen auch erworbene, Fehlbildungen von Gefäßen, die prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten können. Häufig manifestieren sie sich bereits im Säuglings-und Kindesalter, aber auch Jugendliche und Erwachsene können erstmal betroffen sein.  

Vaskluläre Malformationen gehören zu den seltenen Erkrankungen und betreffen in Deutschland ca. 0,5% aller Menschen.

Man unterscheidet grundsätzlich Gefäßtumore von Gefäßmalformationen. Das kindliche Hämangiom ist der häufigste Gefäßtumor. Gefäßmalformationen werden nach Ihrer Gefäßart eingeteilt, wobei es jeweils auch Mischformen gibt.

Das klinische Erscheinungsbild unterliegt einer hohen Varianz. Einige Patienten haben wenige bis keine Beschwerden, andere Patienten haben ausgeprägte und deutlich sichtbare Befunde.

Die Diagnosestellung ist aufgrund der niedrigen Prävalenz in Deutschland häufig verzögert. 

Als westdeutsches Zentrum für vaskuläre Malformationen bieten wir Ihnen die nötige interdisziplinäre Fachkompetenz, um dieser seltenen Erkrankung gerecht zu werden. Jeder Patient:in wird in einer Konferenz in enger Absprache mit den Abteilungen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, der Pädiatrie, der Radiologie und der Anasthesiologie besprochen und geplant um so der Komplexität der Erkrankung und den Leiden des Patienten gerecht zu werden. 

Zwei medizinische Fachpersonen mit OP-Kleidung, Mundschutz und Hauben stehen nebeneinander, eine Person zeigt mit dem Finger nach vorn.

Individuelle Therapieverfahren

Man unterscheidet bei vaskulären Malformationen eine medikamentöse von einer interventionellen Therapie. Vor allem kindliche Hämangiome lassen sich in aller Regel der Fälle sehr gut mit einer medikamentösen Therapie in Tablettenform heilen. Als Teil des westdeutschen Zentrums für vaskuläre Malformationen übernimmt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin hier führend die Therapie. 

Eine interventionelle Therapie (chirurgische Intervention oder Sklero-Therapie) richtet sich immer nach der individuellen Art und Ausprägung der Gefäßanomalie. Ein Großteil aller vaskulären Malformationen kann dabei minimalinvasiv direkt sklerosiert (medikamentöse Verödung) oder über ein Gefäß embolisiert (medikamentöse Verklebung) behandelt werden.

Eine offene chirurgische Therapie ist selten notwendig, wird jedoch in einigen Fällen zusammen mit einer minimal-invasiven Sklerotherapie kombiniert. 

Gerne stehen wir Ihnen auch koordinierend für das westdeutsche Zentrum für vaskuläre Malformationen bei Therapieanfragen oder bei Beratungsbedarf zur Verfügung.

Ansprechpartner

Porträt eines Mannes mit dunkler Brille und kurzem braunem Haar, der direkt in die Kamera blickt, vor hellem, neutralem Hintergrund.

Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Mattheis, MHBA

Stellvertr. Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie

Porträt einer lächelnden Frau in weißer medizinischer Arbeitskleidung vor unscharfem Klinik- oder Laborhintergrund.

Prof. Dr. med. Isabel Wanke

Leiterin der Abteilung für Neuroradiologie und interventionelle Radiologie UME / Zürich

Porträt eines Mannes mit kurz gescheitelten dunklen Haaren im weißen Kittel, der freundlich lächelt und frontal in die Kamera blickt.

PD. Dr. med. Cornelius Deuschel

Leitender Oberarzt Radiologie

Freundliches Porträt einer jungen Frau mit geflochtenem Zopf, die lächelnd in die Kamera blickt, vor unscharfem Hintergrund.

Maren Buschmeier

Oberärztin für HNO Heilkunde

Porträt eines Mannes mit dunklen Haaren und leichtem Bart, der einen weißen Kittel trägt und freundlich lächelt vor unscharfem, hellem Hintergrund.

Dr. med. Nils Dörner

Oberarzt Radiologie

Mann mit dunkler Brille und kurzem braunen Haar blickt lächelnd in die Kamera, vor einem hellen, unscharfen Innenhintergrund.

PD Dr. med. Dirk Holzinger

Oberarzt Pädiatrie